Georg Peisser

Senior Manager, Restructuring Services

, Düsseldorf

Ich arbeite seit acht Jahren im Bereich Restructuring Services bei Deloitte und leite zusammen mit einem Partner Restrukturierungsprojekte oder übernehme den Immobilienpart unserer Projekte in der Industrie.

Meinen Branchenfokus Immobilienwirtschaft habe ich durch das Studium im Bauingenieur- und im Wirtschaftsingenieurwesen erhalten sowie in der Praxis weiter ausgebaut. Unterstützt durch Deloitte konnte ich Immobilienökonomie an der IREBS studieren.

Bei unseren Projekten geht es vor allem um den Businessplan inklusive der Finanzierung einzelner Immobilien oder eines Portfolios – natürlich unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktmechanismen und -usancen bis hin zu operativen Fragestellungen. Die Aufgaben sind sehr unterschiedlich: Mal begleiten wir die Restrukturierung der Finanzierung eines Immobilienportfolios; ein anderes Mal liegt eine Überschuldungsprüfung, d. h. eine Immobilienbewertung, an. In manchen Fällen geht es um die Feststellung der Insolvenzreife des Unternehmens oder den Verkauf aus der Insolvenz. Immer wieder betreuen wir besondere Immobilien wie Flughäfen oder Wasserkraftwerke.

Im Moment sehen wir häufig Büro- oder Handelsimmobilienportfolien, für die vor der Finanzkrise – aus heutiger Sicht – zu hohe Preise gezahlt worden sind. So wird die Finanzkrise, die für uns alle eher abstrakt in den Medien präsent ist, Teil des Alltags.

Mich begeistern komplexe Wirkungszusammenhänge, die intellektuelle Herausforderung, Konsequenzen in einer so vielschichtigen Umgebung wie der Immobilienwirtschaft zu bedenken und die unterschiedlichen Menschen, denen wir begegnen. Die besondere Situation der wirtschaftlichen Krise eines Unternehmens ist für die Geschäftsführung sowie deren Mitarbeiter eine starke Belastung. Dennoch gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Zusammen mit unseren Kollegen aus anderen Bereichen müssen wir die jeweiligen wirtschaftlichen, steuerlichen oder rechtlichen Folgen, z. B. aus Forderungsverzichten der Bank, Auswirkungen von Immobilienverkäufen auf das Unternehmen oder auch Veränderungen der Gesellschaftsstruktur abschätzen.

Immobilien sind Lebens- und Aufenthaltsraum, ein Lebenstraum, Ersatz für Aktien oder sogenanntes "Betongold" und nur deswegen als Investitionsgut geeignet, weil man es anfassen kann.

“Stay foolish, stay hungry!” sagte Steve Jobs. Das kann ich nur unterstreichen und jedem raten, der sich für seinen Lebensweg entschiedet: Sei neugierig, suche deinen eigenen Weg, laufe mit offenen Augen durch die Welt! Die Welt hat so viele spannende Dinge zu bieten.

Falls du Kontakt mit dieser Person aufnehmen möchtest, wende dich bitte an den ZIA.

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