Maik Zeranski

Head of Asset Management

– Garbe Logistic AG

Nach meinem Abitur studierte ich an der Hochschule Wismar erfolgreich Bauingenieurwesen. Später absolvierte ich an der Akademie der Hochschule Biberach berufsbegleitend den Studiengang zum MBA Internationales Immobilienmanagement und wurde Mitglied der RICS. Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) ist ein britischer Berufsverband von Immobilienfachleuten und Immobiliensachverständigen.

Das Interesse an Immobilien wurde bereits durch mein Elternhaus geweckt. Sie betrieben ein Unternehmen im Bauhandwerk. Die Entscheidung für ein Studium im Bauingenieurwesen war damit nur logisch.

Beruflich führte mich der Weg über verschiedenste Tätigkeiten in der Immobilienbranche, wie Projektsteuerung, Bauleitung, Projektentwicklung, Investment und Asset Management. Stationen waren z. B. die Firmen Corpus Sireo, Gazit Globe, HSH Real Estate AG und HGA Capital. Heute arbeite ich bei dem Hamburger Traditionsunternehmen Garbe Logistic AG als Head of Asset Management. Die Garbe Logistic AG zählt zu den führenden Anbietern von Logistikimmobilien in Europa und deckt mit ihren Geschäftsbereichen die komplette Wertschöpfungskette rund um die Logistikimmobilie ab – sie entwickelt, kauft und verkauft, vermietet, managt und finanziert qualitativ hochwertige, drittverwendungsfähige Logistikimmobilien an nationalen und internationalen Verkehrsknotenpunkten. Diese werden gemäß den zukünftigen Markterfordernissen und Kundenwünschen kontinuierlich weiterentwickelt. Die Konzeption von Logistikimmobilien ist damit einem stetigen Wandel unterworfen.

Logistikimmobilien sind Immobilien, die zur Lagerung, Kommissionierung und Distribution von Waren genutzt werden. Aufgrund des Zusammenwachsens der europäischen Märkte, der Veränderung der Verkehrsströme und der Aufhebung nationaler Grenzen werden die Distributionssysteme reorganisiert: neue Standorte gewinnen an Bedeutung und traditionelle Standorte verlieren an Bedeutung. Die Logistikimmobilien-Mieter, also die Logistiker, sind unsere Kunden. Sie beschäftigen sich mit der Planung, Organisation, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und Warenflusses und stellen damit den drittgrößten Dienstleistungssektor in Deutschland dar. Die Logistik-Immobilienwirtschaft ist gefordert, sich immer neuen Herausforderungen mit ihren Kunden zu stellen, z. B. Steigerung des logistischen Aufwandes durch Globalisierung, Verkürzung der Produktlebenszyklen, ECommerce, dem Trend zum Outsourcing logistischer Leistungen bei Industrie- und Handelsunternehmen, zunehmende Aufgaben in der Wertschöpfungskette von Logistikunternehmen in den letzten Jahren (Produktionsschritte / Value Added Services) und auch der Professionalisierung von Logistikdienstleistungsunternehmen. Dies macht diesen Sektor im Vergleich zu anderen Teilmärkten der Immobilienbranche besonders spannend.

Im Verlauf meiner beruflichen Stationen entwickelte ich mich immer mehr zu einem Generalisten, der technische wie kaufmännische Immobilienthemen inhaltlich bewerten kann. Die Wahl der Immobilienbranche war aus meiner Sicht sehr richtig, da die Branche vielfältigste Möglichkeiten bietet, sich nach seinen Interessen und Fähigkeiten entsprechend zu entwickeln. Verschiedenste Fachrichtungen treffen hier aufeinander und man kann interdisziplinär arbeiten.

Die Definition der RICS für das Asset Management lautet: „Asset Management ist das verantwortliche strategische und operative Management sämtlicher rendite- und risikobeeinflussenden Maßnahmen auf Objekt-, Portfolio- und Gesellschaftsebene bezogen auf den gesamten Lebenszyklus der Immobilie“. Im Alltag können hier Formulierung und Umsetzung von Strategien, Vermietung, Planung, Reporting, Risikomanagement, Auswahl und Steuerung von Dienstleistern, Baumanagement, Research, Daten- und Dokumentenmanagement, Forderungsmanagement, Unterstützung bei An- und Verkäufen, Immobilienbewertung, aber auch Steuerung von Rechtsstreitigkeiten als typische Tätigkeiten aufgeführt werden. In meinem Job habe ich es beispielsweise mit Mietern aus der Logistikbranche zu tun, mit Vermietern und Maklern, mit Investment- und Fondsmanagern, mit Projektentwicklern, Juristen, Immobilienbewertern, Banken, Ingenieuren und weiteren Dienstleistern rund um die Immobilie. Diese Aufzählung zeigt die Verzahnung in andere Wirtschaftsbereiche und die Notwendigkeit, aber auch die Möglichkeit, sich in andere Branchen reinzudenken, sie zu verstehen und Lösungen zu erarbeiten.

Die Unternehmen in der Immobilienwelt bieten jungen Leuten die Chance, sehr schnell eigenverantwortlich zu arbeiten. Nimmt man die Verantwortung an, kann man sich schnell zu einem gestandenen Immobilienexperten entwickeln. Durch die Vielfältigkeit der Themen wird es im Alltag nie langweilig, da es immer wieder neue spannende Fragestellungen gibt, die gelöst werden wollen. Flache Hierarchien und meistens kurze Entscheidungswege unterstützen dabei, seinen Arbeitsplatz selbst zu gestalten. Da sich die gewerbliche Immobilienwelt in den letzten Jahren zunehmend professionalisiert hat und sich auch in Zukunft weiterentwickeln wird, ist ein lebenslanger Weiterbildungswille die Basis für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang.

In der Wahl des Berufsfeldes ist es aus meiner Sicht wichtig, dass man sich sehr gut über die Möglichkeiten informiert. Gerade die Immobilienbranche besteht aus den vielfältigsten Berufsbildern. Praktika und Erfahrungsberichte aus dem Bekanntenkreis können hier helfen. Raten kann man jungen Menschen nur, die Richtung einzuschlagen, für die man Interesse hat und damit für das Thema „brennt“. Mit dem nötigen Interesse wird sich schnell eine fachlich und wirtschaftlich gute und nachhaltige Entwicklung in einem spannendem Umfeld einstellen.

Falls du Kontakt mit dieser Person aufnehmen möchtest, wende dich bitte an den ZIA.

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