Patrick Elsässer

Projektingenieur Energiedesign/Energiemanagement

, Drees & Sommer

Ich heiße Patrick Elsässer und arbeite als Projektingenieur im Energiedesign/Energiemanagement (ED/EM) bei den Engineering-Experten von Drees & Sommer. Hätte man mich direkt nach Abschluss meiner schulischen Ausbildung gefragt, ob ich mir vorstellen könnte als Energiedesigner/Energiemanager zu arbeiten, so wäre mir dies – ohne genau zu wissen, was sich dahinter verbirgt – wohl kaum in den Sinn gekommen.

Also, was heißt eigentlich ED/EM (Energiedesign/Energiemanagement) und was macht ein Energiedesigner/Energiemanager? Gebäude sind die größten Energieverbraucher – noch vor Industrie und Verkehr. Ihr Anteil am deutschlandweiten Energieverbrauch beträgt 40 Prozent. Warum also nicht dafür sorgen, dass der Energie-Hunger von Gebäuden drastisch reduziert und möglichst nachhaltig gestillt wird? Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern rechnet sich auch ökonomisch fast immer, betrachtet man die durchschnittliche „Lebenserwartung“ eines Gebäudes.

Ein Job, der Mensch und Umwelt glücklich macht

Allerdings sollte man trotz aller Bestrebungen den Energieverbrauch zu reduzieren, auch an die Nutzer denken. Vereinfacht gesagt, geht es im ED/EM genau darum: die Senkung des Energieverbrauchs und die Nutzung eines Gebäudes miteinander zu vereinbaren. Verzichtet man etwa auf eine Beheizung, Beleuchtung und Kühlung in Gebäuden, wird die Energieeinsparung zwar ein Leichtes. Jedoch steht das im starken Widerspruch zu den Behaglichkeitsansprüchen der Menschen im Gebäude. Als Energiedesigner/Energiemanager arbeite ich täglich daran, diese unterschiedlichen Anforderungen zusammenzubringen.

Das Energiedesign findet während der konzeptionellen, planungsbegleitenden Projektphase statt. In dieser Phase wird gemeinsam mit allen Planungsbeteiligten fortwährend nach Lösungen gesucht, um die beschriebenen Ansprüche eines Gebäudes bestmöglich zu erfüllen.

Nach der Planungs- und Bauphase sorgt dann das Energiemanagement für einen optimalen und ressourcenschonenden Betrieb der Systeme. Denn auch ein noch so durchdachtes und effizientes Gebäude samt Technik ist noch kein Garant für einen effizienten Betrieb. Das lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen: Auch bei einem spritsparenden PKW ist es der Fahrer, der durch seine Fahrweise den Verbrauch maßgeblich beeinflussen kann. Bei einem Gebäude ist es genau das gleiche. Auch das effizienteste Gebäude will richtig betrieben werden. Und darum geht es im Energiemanagement – natürlich mit der Bestrebung die Nutzeranforderungen wieder zu erfüllen.

Mit Gebäudesimulationen Zusammenhänge erkennen

Ein wichtiges Hilfsmittel im ED/EM bilden – neben den ingenieurtechnischen Grundlagen – Gebäudesimulationen. Simulationen ermöglichen die Überprüfung des Zusammenspiels von Außenklima, Fassade, Nutzung, Raumklima- und Energiekonzept. Dies geschieht auf einem virtuellen Prüfstand, dem Simulationsmodell. Simulationen lassen schon vor dem Betrieb detaillierte Rückschlüsse über das Raumklima und den Energieverbrauch zu und verdeutlichen den Einfluss der unterschiedlichen Parameter.

Dieses Zusammenspiel von moderner Gebäudetechnik, detaillierten Gebäudesimulationen und den Menschen begeistert und motiviert mich täglich bei der Projektarbeit. Es fühlt sich gut an, Ressourcen einzusparen und gleichzeitig die Nutzer zufrieden zu stellen. Und noch besser ist es, zu wissen, dass man einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und einer nachhaltigen Zukunft leistet.

Falls du Kontakt mit dieser Person aufnehmen möchtest, wende dich bitte an den ZIA.

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